236 Gedanken: Digitale Inhalte werden genau so schnell erfasst wie am Papier

1. Juni 2016

Beim Stöbern im Internet bin ich letzte Woche auf einen Artikel gestoßen mit dem Titel „eLearning: Digitale Inhalte werden genau so schnell erfasst wie am Papier“.

In diesem Artikel werden die Ergebnisse einer  neurowissenschaftlichen Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz beschrieben, die auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wurde.

„Bei der Untersuchung wurde weltweit zum ersten Mal das Lesen auf verschiedenen Oberflächen, in einer alters- und geschlechtsbalancierten Stichprobe analysiert. Dafür haben die Probanden verschiedene Texte unterschiedlicher Komplexität vorgelegt bekommen. Als Medien zum Lesen des Textes kamen ein E-Book-Reader (Kindle 3), ein Tablet-PC (iPad) und Papier zum Einsatz. Mit einer kombinierten Messung der Augenbewegung und der Hirnaktivität (EEG) wurde das Leseverhalten und die neuronale Verarbeitungsleistung gemessen. Dabei wurden Leseverhalten und -strategien, Textverständnis, „Behaltensleistung“ und Erinnerungsvermögen untersucht, sowie die persönlichen Präferenzen der Propanden zu den jeweiligen Medien erfragt.

Die Ergebnisse sind überraschend: … „

Der Beitrag stammt aus dem Jahr 2011 und für mich waren die Ergebnisse selbst 4,5 Jahre später überraschend.

„Das Lesen auf Tablet PCs liefert einen nicht bewusst wahrnehmbaren Vorteil gegen eInk-Readern oder der Papierseite, so dass Informationen leichter verarbeitet wurden. Während sich bei jüngeren Probanden keine Leseunterschiede zwischen den drei Medien gezeigt haben, konnten Ältere am Tablet-PC sogar schneller lesen.“

Ich war doch sehr skeptisch, weil ich das klare Statement im nächsten Abschnitt: „Mit der Studie können wir die verbreitete Meinung, das Lesen am Bildschirm habe nachteilige Effekte, wissenschaftlich fundiert entkräften“ nicht erwartet hätte. Wenn ich auf meine Erfahrungen zurückblicke, kann ich zwar am Tablet und eBook Reader deutlich schneller lesen, allerdings verführt das „Wischen“ auf diesen Touchpad sehr dazu, manche Seiten nur zu überfliegen. Ob schneller lesen, mit schneller verarbeiten bzw. „lernen“ gleichzusetzen ist, stelle ich doch sehr in Frage.

Unter dem Artikel fand ich dann gleich die Verlinkung zu einem anderen Artikel, der sich mit dem gleichen Thema befasste und wie ich dann las, diese Studie kritisch hinterfragt.

In dem Artikel werden die Faktoren beschrieben, aus denen in der Studie Rückschlüsse gezogen werden, außerdem wird die Stichprobengröße kritisiert etc.

Wie sind eure Erfahrungen mit Lernen am Tablet, eBook Reader oder dem „normalen“ Buch?

PS: Die Verzögerung tut mir leid, das passiert wenn man etwas nur für sich sichtbar veröffentlicht und zu spät feststellt, dass Ihr den Artikel ja noch gar nicht lesen könnt.

Herzliche Grüße aus dem verregneten Bad Homburg

Kerstin


236 Gedanken: Digitalisierung von Trainings

1. Mai 2016

Während eines Gespräches mit einem Vertreter der Trainingsparte eines deutschen mittelständischen Unternehmens der optischen Industrie kam die dortige aktuelle Agenda „Digitalisierung“ zur Sprache. Es läge nun „Vorstandsattention“ auf dem Thema, und jeder schien zu wissen, um was es sich hierbei handelte. In meinem Inneren fragte ich mich jedoch, wo der Haken lag – das Training in der Firma werde bereits seit Jahren auch digital via eLearning durchgeführt. Was genau wollten sie dann hier erreichen? Ich war ratlos.

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236 Gedanken: Noch ein Tool. Wordle.net

2. April 2016

Wortwolken

Die Zahl der nützlichen (und weniger nützlichen) Tools da draussen ist nahezu unendlich. Trotzdem bin ich immer wieder fasziniert, was es alles so gibt. Und immer gerne bereit, ein Tool vorzustellen.

Vielleicht kennst Du diese Wortfelder oder Wortwolken. Wie die Wortwolke am Beginn dieses Artikels. Und hast Dich schon gefragt: Wie macht man sowas?

Hier ist die Antwort: Mit wordle.net. Das Tool gibt es schon länger und es funktioniert mit Java. Falls Du Google Chrome als Browser benutzt, wird es wahrscheinlich nicht klappen. Aber mit Firefox – alles bestens.

Das Tutorial habe ich für ein Projekt mit Mimi St.Clair eingedreht. Sie baut gerade eine Akademie für Menschen, die ihr Herzensprojekt im Internet umsetzen wollen. Klingt idealistisch, ist es vielleicht auch. Aber das Geldverdienen spielt ebenfalls eine Rolle. Also doch nicht zu idealistisch.

Zurück zu unseren Wortwolken. Schau Dir das Tutorial an, es gibt Dir einen guten ersten Überblick und Du kannst sofort loslegen.

Die im Tutorial erwähnte ausführlichere Version findest Du in der erwähnten Akademie. Der Zugang ist kostenlos, muss aber über die E-Mail Adresse registriert werden.

Hier gehts zur Akademie: [klick]

Herzliche Grüße
Bernd


236 Gedanken: Media rules!

3. März 2016

Liebe Leute,

in unserem Blog habe ich mir ja bereits das eine oder andere Mal Gedanken darüber gemacht, wie Medien und neue Medienentwicklungen unser Leben verändern. Nicht nur in dem Sinne, dass manches einfacher wird, wir schneller und bequemer Zugriff auf Informationen erhalten. Unsere Sicht auf die Welt – und damit gut kostruktivistisch: unsere Welt – verändert sich auch. Die Auswahl an Informationen, die Hoheit über geistiges Eigentum, damit auch unser eigenes Recht (und die Möglichkeit) über uns und unser Bild von uns selbst zu verfügen oder auch unser Zusammenleben und Umgang mit Konflikten und Frustrationen haben sich verändert. Dass sich unsere Welt (bzw. unsere Konstruktion von Welt) sowie unsere Konstruktionsweise von Welt verändert habe, verändert sicherlich wiederum auch uns. Den Rest des Beitrags lesen »


236 Gedanken: Learntec 2016

31. Januar 2016

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Bereits zum 24. Mal öffneten sich letzte Woche in Karlsruhe die Tore der LEARNTEC (26.-28.1.2016) und  die Karlsruher Messe wurde „zur Plattform für das Lernen mit IT“.  Auf der Messe können IT-Verantwortliche und HR-Entscheider sich zu den Möglichkeiten IT-gestützen Lernens informieren und konkret nach Lösungen für ihre Problemstellungen bei Wissensvermittlung und -management suchen. Auch letztes Jahr habe ich bereits über die damaligen LEARNTEC 2015 und deren Themen berichtet, vielleicht erinnert Ihr Euch noch daran.

Im Fokus der LEARNTEC 2016 standen unter anderem die Themen Den Rest des Beitrags lesen »


236 Gedanken: Vorhandensein von eAssessments an deutschen Hochschulen

5. Januar 2016

Auf meinem Streifzug durch die Stellenausschreibungen an deutschen Hochschulen fiel mir eine Ausschreibung der Uni Bonn aus, welche sich explizit mit eAssessment beschäftigte.
Um diesen Trend war es mit Auftreffen der MOOC-Welle ruhig geworden, und für mich nicht mehr öffentlich präsent wahrzunehmen. In Zeiten knapper Budgets und Massenklausuren wären elektronisch abgehaltene Prüfungen jedoch ein probates Mittel.
„Gibt es diesen Trend an Hochschulen noch? Nutzen Hochschulen eAssessment überhaupt noch?“ fragte ich mich selbst und stand am Beginn einer Hintergrundrecherche…

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236 Gedanken: Tool(s) Time – Anregungen für den Wunschzettel

3. Dezember 2015

Aus aktuellem Anlass – ich sollte mal wieder einen sehr einfachen Screencast erstellen – habe ich mich mit einigen Tools und Geräten auseinandersetzen dürfen. Da ich annehme, dass die/der ein/e oder andere auch hin und wieder mal selbst Hand anlegen muss, möchte ich meine Erfahrungen aus diesem letzten Miniprojekt gerne teilen.

Also, das Ziel war, eine Screenrecording Software kurz vorzustellen und in „Action“ zu zeigen. Screenrecording bedeutet, den eigenen Bildschirm des Computers abzufilmen, während man gleichzeitig eine Tonspur über ein Mikrofon aufnehmen kann.
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