236 Gedanken: Web 2.0 in Bestform – Creative Commons

Anderes als in Zeiten des Web 1.0, kann der internetversierte Nutzer heute auch ohne besondere technische Kenntnisse (html, etc.) eigene Bilder, Videos, Texte und Musik ins Web hochladen. Die Material- und Informationsdichte im Internet steigt unaufhörlich.

Die Frage, der damit zusammenhängenden Frage der Nutzung und des Urheberrechts begleitete uns bei der Gestaltung unserer Kurse. Welche Bilder sind frei zugänglich? Welche kann man ohne Probleme weiterverwenden? Hier heißt es, außer bei freien Bilddatenbanken oder anderen frei verfügbaren Materialien bisher ohne Ausnahme: Finger weg !

Urheberrecht - eine Einbahnstraße?? CC by Jule_Berlin

Urheberrecht – eine Einbahnstraße?? CC by Jule_Berlin

Alle Bilder – hierbei spielt es keine Rolle, ob sie besonders gekennzeichnet sind oder nicht – unterstehen dem gesetzlichen Standardschutz „alle Rechte vorbehalten“, Das Urheberrecht ist in vielen gesetzlichen Regelungen (Grundgesetz, Verlagsgesetz, Gesetz für Urheberrecht und verwandte Schutzrechte) verankert und grundsätzlich nicht übertragbar. Die Ausnahme von der Regelung bietet die Erbfolge.

Nun stellen sich die Fragen:
„Was ist jedoch, wenn es der Urheber sogar anstrebt oder es ihm gar nichts ausmacht, wenn seine Bilder, Videos etc verwendet werden?
Was muss er tun?
Wie kann er „worldwide“ klarstellen, was mit seinen Inhalten geschehen darf und was nicht?“.
Auch dafür hat das Web 2.0 bereits eine Antwort parat. Unter „Creative Commons“ (CC) *, engl. “Schöpferisches Gemeingut“- kann ein Nutzer seit 2001 vorgefertigte Lizenzverträge für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte übernehmen und in eigener Verantwortung verwenden.

CC stellt im Moment insgesamt sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge zur Verfügung, die bei der Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können, um die rechtlichen Bedingungen festzulegen.

Namensnennung (Details)

Namensnennung-KeineBearbeitung (Details)

Namensnennung-NichtKommerziell (Details)

Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung (Details)

Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Details)

Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Details)

Fazit

Am besten ist es auch weiterhin Bilder zu verwenden für die man die Urheberrechte hat. Vor allem weil bereits der einfachste CC-Lizenzvertrag vom Nutzer (Lizenznehmer) die Namensnennung des Urhebers/Rechteinhabers (Lizenzgeber) verlangt, welche sich unschön auf das Gesamtlayout auswirken.

Besonders wichtig ist es jedoch überhaupt zu wissen, dass es die o.g. Differenzierungen bei der Weiterverwendung digitaler Inhalte gibt. Die Lizenzverträge können nicht nur für Bilder, sondern für sämtliche digitale Medieninhalte genutzt werden.
Je mehr Nutzer davon wissen, desto mehr Nutzer können sich selbst die Frage stellen: „Wie stehe ich dem „Open Acess“ der heutigen Zeit im Internet gegenüber? Will ich meine Werke aufgegriffen und weiterverarbeitet sehen? Entscheide ich mich lieber bewusst für absolutes Urheberrecht?“ Diese Möglichkeiten stehen uns nun auf einmal offen und sollten nicht unbekannt bleiben.

Die Entwicklung zieht bereits Kreise, große Bilder-Communitys wie Flickr.com haben bei ihren Suchoptionen bereits Creative Commons Lizenzen berücksichtigt und man kann gezielt nach kommerziell nutzbaren Bilder suchen.

Liebe Grüße
Kerstin

*Bei CC handelt es sich um eine Non- Profit Organisation die weder als Verwerter noch als Verleger von Inhalten tätig.

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3 Responses to 236 Gedanken: Web 2.0 in Bestform – Creative Commons

  1. eL-Tut-Web sagt:

    Hallo!

    Hier ein spannender Link, der mich gestern gleich nach der Kolumne in web.de empfangen hat:

    ‚Flohmarkt-Fotos sind 200 Millionen wert‘ :

    http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/flohmarkt-fotos-sind-200-millionen-wert-article933770.html

    Also ab zum Flohmarkt und alte Bilder stöbern… – Aber wie ist es denn mit gescannten pics und Datenschutz?- vermutlich ebenso heikel.

    Also: selbst fotografieren und nix riskieren =)

    In diesem Sinne,

    Judith

  2. Frank sagt:

    Guter Artikel nun sollte es jeder verstehen. Besonders die Symbole machen es auch für den Laien verständlicher.

  3. […] Falls Ihr Euch erinnert, hatte ich in meiner letzten Kolumne ja bereits den  Möglichkeiten des Web 2.0 gehuldigt . Damals lag jedoch der Schwerpunkt weniger auf den Inhalten selbst, als den datenschutzrechtlichen Bedingungen, die es dabei zu beachten gilt (–> Web 2.0. in Bestform:  Creative Commons). […]

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