236 Gedanken: Open Courses – eine Konkurrenz zu institutionalisiertem Lehren und Lernen?

Die Idee, Bildung im Internet frei zugänglich zu machen und als Open Educational Resources zu vertreiben wurde durch die Unesco 2002 formuliert um in Entwicklungsländern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen (siehe Artikel auf e-teching.org) und von vielen Universitäten (zu Beginn in den USA) aufgegriffen.
Das Prinzip „Open“ begegnete uns bisher in der Internet- und der Computerlandschaft vor allem im Bereich der Software: moodle, firefox, wikipedia und viele andere werden kostenlos dem potentiellen Nutzer zur Verfügung gestellt und leben durch die Mitarbeit und Weiterentwicklung unzähliger freiwilliger Unterstützer.
Wendet man diese Idee auch auf den Bereich der Bildung und des Lernens (und Lehrens) an, trifft man auf Open Courses. Bildung ist darin offen – in mehreren Aspekten. Welches Prinzip und welche Vorstellungen dahinter stecken zeigt dieses Video:

Dieser Trend wurde (bzw. wird gerade) im Rahmen der (auch) über den den ELC Blog beworbenen Veranstaltung Zukunft des Lernens – OpenCourse der Uni Frankfurt aufgegriffen. Der Lerner darf sich darin aussuchen welchen Informationen er sich bedienen und welche Medien er benutzen will. Sind Learning Management Systme wie moodle damit, obgleich sie noch gar nicht richtig an Universitäten eingeführt und etabliert sind, auf dem absteigenden Ast? Interessant dazu der in oben erwähnter Veranstaltung gehaltene Beitrag von Michael Kerres der LMS als (künstliche) Insel im Meer der Möglichkeiten beschreibt.

International gibt es eine (zumindest für mich im Moment) schier unglaublich Anzahl von Plattformen und Anbietern (ausgewählte Übersicht des elc der TU Darmstadt), die sich dem Gedanken der offenen Bildung (und Forschung) verschrieben haben. Aber auch Wikipedia bietet mit wikiversity, einen bislang zwar kaum genutzten, aber vorhanden Ansatz dazu an.

Die Fragen, die ich mir dabei stelle sind folgende:

  • Wie finde ich für mich geeignete Open Courses?
  • Wie kann ich deren Qualität einschätzen?
  • Bleibt Lernen dann nicht zufällig, wenn jeder macht was er will?
  • Braucht es dann Lehrende überhaupt noch im klassischen Sinne?

Ob und wie sich das Konzept der Open Courses zu einer echten Alternative zu institutionalisierter Lehre entwickeln wird, oder eher ein Zusatzangebot für eine spezielle Nutzergruppe bleibt wird die Zukunft zeigen. Ich bin gespannt.

Viele Grüße

Sarah

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