236 Gedanken: Tool(s) – Time …

Tool BoxWer kennt sie nicht, die kleineren oder größeren Programme zum Downloaden oder webbasiert, die uns kostenlos wertvolle Dienste zur Verfügung stellen? Skype oder Dropbox ist mittlerweile fester Bestandteil bei vielen Usern, aber auch Dienste wie Doodle erfreuen sich schon seit Jahren einer großen Beliebtheit – nicht zu vergessen unsere Lernplattform Moodle, auch sie ist eine kostenlose Open Source Software.

Welche Tools von wem eingesetzt werden, liegt oft an der Qualität der Tipps, die man so aus seinem Netzwerk erhält. Bei der täglichen Arbeit stolpert man außerdem immer wieder mal über Probleme, die nach einer möglichst kostenfreien Lösung verlangen. Vielleicht ist es also eine gute Idee, wenn wir mal unsere Lieblings-Tools kurz vorstellen, es soll ja noch immer Leute geben, die beispielsweise PREZI nicht kennen.

PREZIFangen wir doch damit einfach mal an. Wem die ewig gleichen PowerPoint Präsentationen langsam langweilig werden, findet in PREZI eine interessante, in der „Public-Version“ kostenlose Alternative. Die Besonderheit ist, daß die PREZI-Präsentation im Grunde aus einer einzigen Folie besteht, in die beliebig ein- und ausgezoomt werden kann. Hier ein Beispiel, das dieses Prinzip sehr schön verdeutlicht: [klick]

Rome„Das alte Sprichwort, alle Wege führten nach Rom, hat Adobe umgekehrt: Von Rom aus kommt man überallhin, könnte man sagen. Oder besser: Mit Rome kann man alles machen, beinahe jedenfalls. Denn Rome ist das neue Publishing-Programm des Software-Giganten und es ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Rome ist weder Textverarbeitung noch Layout-Software, es ist weder Homepage-Baukasten noch Animationstool, es ist all das in einem. Und es ist kostenlos, zumindest vorerst.“ Diesen Absatz aus einem Spiegel-Online Artikel finde ich so passend, daß dem praktisch nichts hinzuzufügen ist. Ein komplettes Design-Programm, nutzbar entweder webbasiert über den Browser oder zum Downloaden. Das offizielle Projekt ist zwar mittlerweile abgeschlossen, nach wie vor läßt sich die Software aber kostenlos nutzen. [klick]

Wer sich schon immer gefragt hat, wieviel Fummelei in einem Word-Feld wie diesem steckt …

… der kann beruhigt werden. Dazu gibt es eine nette Webanwendung, die einem die Arbeit abnimmt. Einfach Text eingeben (oder URL), Layout und Farben anpassen, Screenshot machen – fertig. [klick]

AudacityWenn man einen halbwegs vernünftigen Podcast aufzeichnen und bearbeiten will, benötigt man dazu mindestens ein halbes Tonstudio – so dachte ich jedenfalls, bis ich Audacity entdeckt habe. Wegen der Sound-Qualität wäre ein Tonstudio nach wie vor nicht schlecht, was aber die Bearbeitung des Aufgenommenen angeht, bietet Audacity alles, was man so braucht: „Sie können Musikstücke mixen, Klangeffekte hinzufügen oder die Abspielgeschwindigkeit verändern. Die Aufnahmefunktion erlaubt es, sämtliche Audio-Signale festzuhalten und auf der Festplatte abzuspeichern. Und mit dem mitgelieferten Lärm- und Rauschfilter können etwaige Störungen rasch herausgefiltert werden.“ [klick]

eXeLearningeXeLearning [klick] ist eine Open Source Software die es ermöglicht, Lerneinheiten in Form von „Web Based Trainings“ zu erstellen. Und das Ganze ohne Programmierkenntnisse. Eine gute Einführung gibt Ralf Hilgenstock (der offizielle Repräsentant für Moodle in Deutschland) in diesem Video [klick] ab Sekunde 30. Davor wirbt er für E-Learning im Allgemeinen und Moodle im Speziellen.

IrfanviewLast not Least habe ich noch ein eigentlich simples Bildbetrachtungsprogramm im Petto. Irfanview kann jede Menge Bildformate lesen, u. a. auch Photoshop-Dateien. Es kann selbstlaufende Dia-Shows abspielen und ermöglicht es, schnell durch Sammlungen von Graphiken zu blättern: Einfach die erste Bilddatei aus einem Ordner in Irfanview öffnen, dann durch alle Graphiken im selben Ordner blättern. Außerdem stellt es einfache Bildbearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung wie „Freistellen“, Änderung der Größe oder das Speichern in vielen verschiedenen Formaten. Für einfache Bildbearbeitung eine Prima Software, wenn man mal nicht gleich via Photoshop mit Kanonen auf Spatzen schiessen will. [klick]



So, das war ein kurzer Einblick in meine Lieblings-Tools. Jane Hart (sie prägt den Ausspruch „The Future of Learning is Social“, wenn auch eher aus Marketingzwecken) hat auf ihrer Homepage ein Ranking der „Top 100 Tools for Learning 2011“ erstellt. Neben vielen Social Media findet sich dort der ein oder andere gute Tipp – allerdings nennt sie auch kommerzielle Software. [klick]

Ich hoffe, die eine oder andere Anregung war für Euch dabei und es würde mich freuen, wenn Ihr die Liste mit Euren Schätzen ergänzt.

Viele Grüße

Bernd

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3 Responses to 236 Gedanken: Tool(s) – Time …

  1. Luka Peters sagt:

    Vielen Dank für die kleine Übersicht.

    „Tools“ ist übrigens auch das aktuelle Schwerpunktthema bei e-teaching.org

    Man liest dieser Tage immer wieder, Prezi sei das Mittel gegen die ewig gleichen, langweiligen Powerpoint-Präsentationen. Das sehe ich allerdings kritischer. Der einzige Unterschied ist, dass man die Darstellung nichtlinear machen und mit Zoom spielen kann. „Death by Powerpoint“ wird aber von den gezeigten Inhalten und den dabei stehenden leblosen Rednern erzeugt. Das kann man so auch mit Prezi (u.ä.) machen, dann ist es halt „Death by Prezi“. So what.

    Ich habe im Juni zu diesem Thema einen kritischen Beitrag geschrieben, in dem ich noch weitere Möglichkeiten vorstelle: http://bit.ly/lZicIt

    Zu Jane Harts Top 100-Liste sei gesagt, dass sie sehr beliebig ist. Wer eine Suchmaschine als E-Learning-Werkzeug versteht, hat entweder Lernen nicht begriffen oder verfolgt ganz andere Ziele. Letzteres ist natürlich bei Jane Hart der Fall. Die Liste ist jedenfalls keine Hilfe, besonders nicht für Neueinsteiger, die sich noch orientieren wollen.

    • Bernd sagt:

      Hallo Luka,

      vielen Dank für den Hinweis zu Deinem Artikel über nichtlineares Präsentieren. Präsentieren an sich ist eine Methode, damit qualifiziert es sich für einige „Bildungsprobleme“, für andere wieder nicht. Und es gibt durchaus Szenarien (wenn auch rar gesät), bei denen eine lineare Präsentationsweise geeignet ist.

      In der Tat war übrigens das Special auf e-teaching.org sozusagen Inspiration zu dieser kleinen Übersicht …

  2. […] Thema und wurde von Bernd nochmal in der letzten öffentlichen Kolumne mit dem ansprechenden Namen Tool(s) Time […]

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