236 Gedanken: E-Books – Bücherregal der Zukunft?

Die letzte Beschäftigung mit meinen fünf – ein oder zweireihig bestückten – Bücherregalen hat mich in den letzten Wochen an den Rand der Verzweiflung getrieben.

Wohin nur mit den ganzen Büchern?

Da lobte ich mir doch meinen Kindle, den ich nun seit etwa einem halben Jahr besitze.In diesem winzig kleinen, etwa 200 Gramm schweren E-Book Reader sammelt sich grob geschätzt eine Bibliothek, welche fast einem meiner Bücherregale entspricht.

Aber ist er wirklich die Lösung?

Auf den ersten Blick: JA. Dank der kompakten Masse und geringem Gewicht eines E-Book-Readers lassen sich bei der gängigen Speicherkapazität von 2 bis 4 Gigabyte unzählige Bücher speichern, die normalerweise sehr schwer wären und viel Platz bräuchten.
(Eine ausführliche Überblickstabelle der aktuellen E-Book-Reader findet sich hier).

Weitere Vorteile

Mit einem E-Book-Reader lassen sich außerdem …

  • das Schriftbild und vor allem die Schriftgröße je nach Ansprüchen individuell anpassen.
  • mit einer integrierten Wörterbuchfunktion bei anderssprachigen Texten einzelne Worte gezielt ins Deutsche übersetzen.
  • E-Books nach Schlagwörtern und auch ganzen Textpassagen durchsuchen ohne lästiges Herumblättern.
  • 24 Stunden am Tag ohne das Haus zu verlassen E-Books kaufen und in Sekundenschnelle auf das Lesegerät laden.
  • mit nur einer Hand das Gerät halten und per Knopfdruck die Buchseite umblättern

Und dank der E-Ink- bzw. E-Paper Technologie ist das Lesen auf den gängigen E-Book-Readern mit der Lektüre auf einem iPad (trotz existierender Kindle-App) oder einem anderen Tablet-PC nicht vergleichbar. Das Display ist nicht beleuchtet und erscheint wirklich wie eine gedruckte Buchseite, so dass auch keine lästige Spiegelung im Display im Sonnenschein das Lesevergnügen verhindert.

Fazit: An die Annehmlichkeiten eines Kindle bzw. E-Book-Readers gewöhnt man sich schnell. Auf meiner letzten Reise verzichtete ich beispielsweise vollständig auf gedruckte Bücher und schonte das Gewicht meines Koffers!
Aber die neuen E-Book-Reader sind nicht unfehlbar.

Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich in nächster Zukunft, sicher nicht auf meine Bücherregale verzichten werde.

Was in den aktuellen Diskussionen (siehe beispielsweise hier oder hier) als Argumente für die ‚gedruckten‘, ’normalen‘ oder ‚echten‘ Bücher angeführt werden, sind vor allem die haptische und ästhetische Erfahrung. Das „gewisse Etwas“ eines echten Buches: der Unterschied, wenn man wirklich ein Buch in der Hand hält, das Gefühl des Papiers, das Umblättern. Oder auch Bücher als Statussymbol: Das „gut sortierte Bücherregal“ das im Wohnzimmer etwas ‚her macht‘.

Ein viel wichtigerer Aspekt liegt für mich allerdings in der sozialen Komponente.

Während ein klassisches Buch nach dem Kauf auch wieder verschenkt, verliehen oder verkauft werden kann, ist dies bei E-Books meist nicht der Fall. Das elektronische Rechtemanagement verhindert, dass E-Books wie gewöhnliche Bücher weitergegeben werden können.
Aber gerade das macht viele meiner Buchkäufe aus. Bereits wenn ich sie kaufe habe ich den Gedanken im Hinterkopf: .. ah das könnte meiner Mutter auch gefallen, … oder einer Freundin etc.“

Social Reading Möglichkeiten bieten hier viel zu wenig Ersatzmöglichkeiten. Aber das wäre vielleicht schon wieder Stoff für eine neue Kolumne.

Momentan nutze ich also die Vorteile der digitalen und analogen Lesewelt 🙂

Wie steht es bei Euch?

Besitzt ihr auch bereits einen E-Book-Reader?

Viele Grüße
Kerstin

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: