236 Gedanken: Ein Jakobsweg für eKlausuren an deutschen Hochschulen?

Je weiter man in die Vergangenheit blickt, desto besser kennt man die Zukunft.“

Dieses Zitat von Winston Churchill kreuzte am heutigen Tag während meinen Vorbereitungen zu diesem Blogeintrag meinen Weg. Tendenziell blicke ich häufiger auf Ereignisse in meinem Leben zurück und versuche aus den dort erzielten Erfolgen und getätigten Fehlern für zukünftige Herausforderungen zu lernen. Dies gilt natürlich auch für meinen Beruf, welcher sich seit meinen Zeiten als Student an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und später dann an verschiedenen Hochschulen Deutschlands und nun bei der Firma Conworx eng noch immer mit den verschiedensten Themenspektren des eLearnings verbunden war, ist und hoffentlich sein wird.

Bei diesen Überlegungen stach mir ins Auge, dass an allen Institutionen noch ein Weg gesucht wurde, wie eine Prüfungsleistung als computerbasierte eKlausuren / ePrüfungen / eAssessment durchgeführt werden konnte:

So erinnere ich mich an erste Gehversuche, welche eine PDF-Datei zu Klausurbeginn auf der Lernplattform „Moodle“ zum Download anbot, und via einer Uploadfunktion neunzig Minuten später die Antworten der Studierenden online sein mussten. Der Student befand sich irgendwo außerhalb der Hochschule mit Zugang zum Internet.
Es wurden auch automatisierte Tests innerhalb der Lernplattform „Moodle“ kreiert, welche den Korrekturaufwand mehrerer Zwischentestate für die Lehrenden verschiedener Präsenzmassenveranstaltungen beherrschbar machen sollten.
Ein bereits verfügbares automatisiertes Tool zum Auswerten von papiergestützten Umfragen zum Ende eines Semesters hätte mit einer Software der gleichen Herstellerfirma aufgerüstet und für digital ausgewertete Präsenzklausuren führen können, wobei diese dann nur aus Single Choice- oder Multiple Choice-Fragen hätten bestehen können.

Die Hochschullandschaft ist also innerhalb des Projekts eKlausuren auf dem Weg zur Lösungsfindung, aber ein einheitliches Bild zeichnete sich für nur dahingehend ab, dass die Hochschulen eine Fragmentierung in zu viele internetbasierte Plattformen vermeiden wollen. Die von mir aufgeworfene Frage, ob bereits eine etablierte Blaupause für eKlausuren existiert, kann ich bisher verneinen. Allerdings ist den Hochschulen die gerne nachgesagte Untätigkeit bei eKlausuren nicht anzukreiden.

Als eine der ersten Universitäten nutzte die Hochschule Mainz die Lernplattform „ILIAS“ um eKlausuren mit Single Choice und Multiple Choice Fragen.
Eine der meistangesehenen Foliensätze auf eteaching.org war zum Thema „elektronische Prüfungen rechtlich absichern
Ebenfalls auf eteachnig.org wurde ein Chat zu „juristischen Fragen zu E-Assessments“ gehalten, welcher regen Zulauf fand.
Jenen Gefahren, welche beim Betrieb von eKlausuren auftreten können, gilt es entschlossen entgegen zu treten und sich bestmöglich darauf vorzubereiten.

Jedes Kind darf Fehler machen und auf den Hosenboden fallen. Danach liegt es aber an den Eltern, ihrem Nachwuchs beizubringen, dass es nach dem Hinfallen daraus lernen, aufstehen und erneut weiterlaufen soll – und nicht auf die unkenden Rufe anderer Kinder hören soll, welche ihm prophezeien, dass es nie werde gehen können.

Daher, liebe Hochschulverantwortliche zum Thema eKlausuren, verliert nicht den Mut, sondern bringt Eurem Kind das Laufen bei, mit allen schönen und unschönen Erfahrungen die dazu gehören!

Eine erfolgreiche Restwoche wünscht Euch
Florian

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