236 Gedanken: Nicht fürs Leben lernen wir…

16. November 2015

…sondern für die Uni.

Liebe Leute,

draußen scheint hier im Südwesten eine herrliche Herbstsonne und ich grüße Euch – mit einiger Verspätung – zu den 326 Gedanken für den November.
Zuerst bitte ich um Entschuldigung für die Verzögerung. Gestern saß ich in der Bahn und habe bis zu meinem Ziel einiges an Verspätung  . „Verzögerungen im Betriebsablauf“ war die Formel. Ähnlich hier bei dieser Kolumne. Im Oktober hat ein neues Semester angefangen, mit einer neuen Studierendengruppe, die ihr Studium aufnimmt und einer Vorgängerkohorte, die auf die ersten großen Prüfungen zuläuft.
Orientierung im Leben?Und das ist auch die Frage, die mich zur Zeit umtreibt. Vor einem Jahr haben wir einen großen Schnitt gemacht und die Anzahl der Prüfungen drastisch reduziert und damit auch die Abstände zwischen den Prüfungen verlängert. Neben dem Argument, Den Rest des Beitrags lesen »


236 Gedanken: MOOCs – Wie lange überleben sie noch?

1. Juli 2014

MOOCMassive Open Online Course (MOOC) ist die Bezeichnung für Online-Seminare bzw. -Vorlesungen, die mit nahezu unbegrenzt vielen Teilnehmer/innen stattfinden können. Der Hype schwappt bereits seit ca. zwei Jahren von den USA nach Europa.

In den Staaten füllt sich ein MOOC zu einer Einführungsveranstaltung an der Stanford University schon mal mit 160.000 Student/innen (vgl. hier). Doch was läßt sich einer solchen Anzahl tatsächlich Online bieten? Das Vorlesungsformat in ein anderes Medium übertragen oder Kleingruppenbetreuung durch Feedbackprozesse?

Prof. Dr. Rolf Schulmeister hat sich mit einigen seiner Mitarbeiter/innen undercover auf eine Mission begeben, um dieses Rätsel zu lösen. Der Vortrag zu seinen Erkenntnissen Den Rest des Beitrags lesen »


236 Gedanken: Regeln, selbständiges Handeln und Pädagogik

13. Juli 2010

1. Juni 2010

'Sinnvolle' Regeln..Hallo liebe Leute,

neulich bin ich mal wieder mit dem Fahrrad in die Innenstadt gefahren und in einer einschlägigen Situation ins Nachdenken gekommen: Wie war das noch? Darf ein Fahrradfahrer vor einer roten Ampel rechts an den wartenden Autofahrern vorbei nach vorne durchfahren, wie es gängige Praxis ist? Oder muss ich mich eigentlich hinten anstellen? Nachvollziehbare Argumente für beide Seiten sind schnell gefunden; Fälle und Situationen, die für die eine oder andere Regelung sprechen, lassen sich reichlich finden. Wie groß muss der Abstand zwischen den Autos und dem Bordstein sein, damit ich es noch okay finde, mich durchzuzwängen? Und was ist mit den Autofahrern, die absichtlich ganz rechts rüber ziehen, dass keiner mehr durchkommt? Soll ich da auf mein (vermeintliches?) Recht bestehen?

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Zweifel kamen mir am Sinn einer ganz genauen Regelung dieser Frage. Natürlich, im öffentlichen Straßenverkehr mit seinen Gefährdungen und seiner nicht unbedingt friedlichen Grundstimmung ist es sicherlich gut, Zweifelsfälle zu klären und eindeutige Regeln zu formulieren. Aber das Grundproblem ist ein aus der Pädagogik wohlbekanntes: Wie gehe ich mit Regeln um? Den Rest des Beitrags lesen »